In Tirol versteht man zu genießen: Käsespezialitäten,
Honig, Speck, edle Schnäpse, Eingemachtes und Kräuterextrakte sind
nur einige der typischen Wildschönauer Spezialitäten. Seit zehn Jahren
sind die besten regionalen Spezialitäten im "Bauernladl” in
Oberau im Angebot und inzwischen bereits originelle und beliebte Mitbringsel.
Mit natürlichen Produkten vom heimischen Bauern unter Einbeziehung des
bäuerlichen Handwerks die Naürlichkeit des Tales erlebbar machen,
das ist die Devise der Arbeitsgemeinschaft, die das Bauernladl mit Produkten
beliefert.
Der Wildschönauer Bauernmarkt
Der
Wildschönauer Bauernmarkt findet einmal im Monat in Oberau am Tirolerhof
statt. Angeboten werden Erzeugnise von Wildschönauer Bauern, dazu Handwerkskunst,
echte Tiroler Volksmusik und regionale Schmankerln.
Übrigens eine gute Gelegenheit, sich vor der Heimfahrt mit Reiseproviant
einzudecken. Die Termine finden Sie beim Tourismusburo in Oberau.
Der Hintersalcher Kräutergarten
Wer
sich für Kräuter interessiert, sollte unbedingt den Kräutergarten
von Birgit Haas besuchen. Diesen Garten findet man beim Hintersalcherhof und
ist sowohl mit dem Auto als zu Fuß zu erreichen. (Jedermann in Auffach kann
Ihnen den Weg zeigen).
Von alters her wurden in der Wildschönau Kräuterpflanzen angebaut.
Früher geschah das wegen der heilsamen Wirkung: Man sprach damals oft von
der "Apotheke vor der Haustür". Heutzutage werden die Kräuter
auch verwendet als
"Geruchsbeutel" und in kosmetischen Produkten.
Der Kräutergarten am Salcherhof wird das ganze Jahr durch bearbeitet und
er hat mehr als 30 verschiedene hochwertig kultivierte Kräuter- und Zierpflanzen,
aus denen verschiedene Produkte gewonnen und zusammengestellt werden.
Birgit Haas wird Sie gerne in ihrem schön angelegten Garten herumführen
und wird Sie gerne einweihen in die Geheimnisse der Kräuterpflanzen und
andere Spezialitäten. Wer den Garten besuchen möchte, sollte vorher
anrufen.
(05339- 2164)
Schönangeralm
Am Ende der Wildschönau liegt "Schönanger",
ein hügliges Gebiet mit viel Weideland. Außer Weideland ist es ein herrliches
Wandergebiet mit gut ausgeschilderten Wanderwegen. Die Anstiege dürften
für keinen ein Problem sein,
gute Wanderschuhe sind zu empfehlen. Hier finden Sie auch die "Schönangeralm".
Dieser Name hat zweierlei Bedeutungen: Erstens das Gasthaus, wo Sie vorzüglich
essen können, und zweitens die Alm, wo die Milch zu Käse verarbeitet
wird.
Ganz aus der Nähe kann man sehen, wie aus Milch Käse wird. Dies alles
unter der Leitung von Friedl Schipfinger.
Dass der gemachte Käse gut ist geht hervor aus der Tatsache, dass
man im Jahre 2002
eine Goldmedaille gewann.
Und bei der Almkäse-Olympiade in Galtür wurde dieser Käse als
Bester von allen Goldmedaillegewinnern gekrönt und wurde somit der beste
Käse im Alpengebiet. Das war übrigens nicht der einzige Preis, der
gewonnen wurde. Auch hat er dreimal hintereinander den "Käsemandl"
gewonnen.
Die Käsealm ist geöffnet von Anfang Juni bis Ende September, der Eintrittspreis
beträgt € 3,- pro Person.
Der Wildschönauer “Krautinger” “Monopool”
aus dem Kaiserreich
Die einen schwören auf ihn, die anderen rümpfen die
Nase. Einig sind sich alle: Der Wildschönauer “Krautiger” ist
eine einzigartige Spezialität. Nicht nur weil er ausschließlich im Unterländer
Hochtal hergestellt wird. Es war die gute alte Kaiserin Maria Theresia (1717-1780),
der die Wildschönauer gewissermassen eine Art “Monopol” verdanken:
Sie gestand dereinst 51 Bauern das Recht zu, aus der weißen Stoppelrübe
(auch Wasserrübe) Schnaps zu brennen, weil in der Höhenlage damals
wenig Obst wuchs und die Bewohner des Tales ganz allgemein als arm galten. Wie
auch immer man zum Krautinger steht, man sollte sich ihm nicht nur aufgrund
der historischen Entwicklung mit Ehrfurcht nähern. Denn das Brennen selbst
ist wahrlich kein Vergnügen, sondern eine ganz heikle Angelegenheit.
Im Sommer und im Herbst werden die Rüben geerntet, sauber gewaschen und
zu Brei zerkleinert. Die Maische wird dann auf ein Drittel ihrer ursprünglichen
Menge eingedickt, 48 Stunden mit Hefe angesetzt und schliesslich gebrannt. Klingt
einfach, ist es natürlich nicht. Das Schnapsbrennen ist ja an sich schon
eine eigene Wissenschaft. Und erst beim Krautinger! Da muss alles passen, vom
selber gezogenen Samen bis zum Feuer im Brennkessel, das mit Buchenholz entfacht
wird. Sie sehen schon, der “Wildschönauer Krautinger” ist ein
ganz besonderer Saft. Eine echte Kostbarkeit, die der wahre Kenner nicht nur
wegen der unbestrittenen Heilkräfte für den Magen zu schätzen
weiss.